„Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit der Stille, eine Zeit des Schmerzes und der Trauer, aber auch eine Zeit der dankbaren Erinnerung.” (Grabspruch)

 

Das Grabkreuz, auch Totenkreuz genannt, ist ein christliches Gedenkzeichen für Grabstätten. Es soll die Verbindung des gekreuzigten und auferstandenen Christus mit der Hoffnung auf die Auferstehung der Toten symbolisieren.

Sehr markant für alte masurische Friedhofe sind gusseiserne Grabkreuze  aus den 19. und aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie unterscheiden sich von einander in ihrer  Größe, Verzierungen und der Form ihrer Enden. Die Inschriften auf den Kreuzen sind meistens auf Deutsch, aber es finden sich auch solche mit Inschriften auf Masurisch. Leider findet man heutzutage immer weniger dieser Grabkreuze auf Friedhöfen, sie werden von Schrottsammlern  geklaut und landen auf dem Schrottplatz.

Nicht weit von Kruttinnen entfernt befindet sich das kleine Dorf Chostka/ Walddorf, auf dem hiesigen Friedhof fanden wir ein altes gusseisernes Kreuz aus dem 19. Jahrhundert. Unser Verein beschloss es zu erneuern und ihm seinen ursprünglichen Glanz zu verleihen. Zum Zweck der Restaurierung wurde das Kreuz vom Friedhof genommen. Zuerst wurde es mit Rostlöser behandelt und danach mit Hilfe von Drahtbürsten gereinigt. Der nächste Arbeitsschritt bestand darin das Kreuz schwarz zu lackieren. Zum Schluss wurden die Inschriften mit goldener Farbe nachgemalt. Dann endlich konnte es wieder auf dem Friedhof  in seinem ursprünglichem Fundament montiert werden.

Besonders an diesem Grabkreuz sind die Verzierungen an den Enden, das Relief und die Inschrift auf Masurisch. Vorne lesen wir die folgenden Wörter:

Tu odpoczywa w Bogu

J. Weihrauch

ur.1822   +1886.

Unten befindet sich ein Relief das den Griechischen Totengott  Thanatos darstellt. Ein geflügelter Jüngling mit geschlossenen Augen und gesengter Fackel als Symbol des verlöschten Lebens.

Auf der Rückseite des Kreuzes haben wir die Inschrift Ps.25, 16_18 die uns zu den folgenden Bibel Zeilen leiten:

16  Wende dich zur mir und sei mir gnädig; /

denn ich bin einsam und elend.

17 Die Angst meines Herzens ist groß; /

führe mich aus meinen Nöten!

18 Sieh an meinen Jammer und mein Elend /

und vergib mir alle meine Sünden!

Die Masurische Gesellschaft setzt sich aktiv für den Erhalt alter evangelischer Friedhöfe in Masuren ein. Wir ermutigen auch alle Bewohner der Dörfer, auf die alten Friedhöfe zu achten die manchmal das einzige kulturelle Erbe eines Dorfs sind, und sie so vor dem Vergessen zu bewahren.

Literaturangaben

  1. Mona Sabine Meis Historische Grabdenkmäler der Wupperregion
  2. Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart 1984

 

 

Das Grabkreuz

25 January 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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